Die Instandsetzung des Kannenofens Töpferplatz ist fertiggestellt

Der Stadtbürgermeister Michael Thiesen überreicht Frau Marga Gerhards die Stadtfahne im Beisein Ihrer Schwester Liselotte Herzmann

Der Stadtbürgermeister Michael Thiesen überreicht Frau Marga Gerhards die Stadtfahne im Beisein Ihrer Schwester Liselotte Herzmann

Im Rahmen des Grunderwerbs Töpferplatz hatte die Stadt bereits im Jahr 2008 den dort angrenzenden ehemaligen Kannenofen mit dem Ziel erworben, diesen der Öffentlichkeit zugängig zu machen. Mit dieser Maßnahme, im Rahmen der Sanierung des Stadtteil Höhr, sollte die Geschichte des Töpferhandwerkes im Zentrum von Höhr gewahrt und dargestellt werden.
Am 09. Februar 2013 beschloss der Sanierungsausschuss dem Architekturbüro Werner Karich aus Höhr-Grenzhausen den Auftrag zur Erstellung eines Sanierungskonzeptes für den Kannenofen der ehemaligen Töpferei Gerhards zu erteilen. Weiterhin wurde beschlossen, einen fachlich kompetenten Arbeitskreis zu bilden, der die Erstellung des Konzeptes begleiten sollte.
Im April 2013 trafen sich der Arbeitskreis (vertreten durch Herrn Uwe Finke und Herrn Gerd Kessler), der Planer und Vertreter der Verbandsgemeinde zu einem ersten Abstimmungsgespräch. Die vom Architekturbüro Werner Karich vorgestellte Sanierungsplanung fand bei den Anwesenden einstimmige Zustimmung. Anregungen wurden aufgenommen und im Konzept eingearbeitet.
Nachdem die Finanzierung, dank auch eines hohen Zuschusses durch das Land Rheinland-Pfalz gesichert war, wurden die Arbeiten zur Instandsetzung des Kannenofens ausgeschrieben und vergeben.
In knapp 3 Monaten Bauzeit wurden unter historischen Gesichtspunkten das Dach erneuert, Zimmerer tauschten diverse Balken, der Rohbauer erneuerte die Züge des Ofens schaffte eine seitliche Zuwegung und erneuerte den Putz, neue Fenster und eine Tür wurden eingebaut und der Elektriker gab dem Ganzen eine passende Beleuchtung. Der Schlosser fertigte Handläufe und die Präsentationsstele an….
Das Ergebnis zeigt eine gelungene Instandsetzung historischen Brauchtums.
Dankend möchte die Stadt Höhr-Grenzhausen auch die Firma Steuler Industriewerke erwähnen, die durch die großzügige Spende von hochwertigen Schamottsteinen die Instandsetzung der Abdeckung des Ofenkopfes möglich machte.
Besonderen Dank gebührt auch der ehemaligen Besitzerin und Nachbarin des Kannenofens, Frau Marga Gerhards, die trotz der Beeinträchtigungen während der Bauzeit mit Rat und Tat und Ihrem Wissen über eine fachgerechte Instandsetzung des Kannenofens der Verwaltung und dem Planer zur Seite stand. Am Ende der Bauzeit überreichte Frau Gerhards sowie Ihre Schwester, Frau Liselotte Herzmann, dem Bürgermeister noch Familienfotos aus der „aktiven“ Zeit des Kannenofens.
Abschließend soll nun noch der Raum über der Brennkammer mit diesen historischen Bildern vervollständigt werden, um nochmals die Bedeutung und den damaligen Umgang mit einem Kannenofen zu verdeutlichen.

– Ihre Verbandsgemeindeverwaltung –